Töpferhof Strittmatter
Inmitten mecklenburgischer Felder befindet sich der Töpferhof von Ilja Strittmatter. Hier fertigt er Haushaltskeramiken aus Steinzeug, die sich für den täglichen Einsatz eignen.
Seine Leidenschaft brachte er jedoch von einer Reise nach Japan mit: “Raku“
Raku bedeutet soviel wie Glück, stille Freude und Wohlgefühl, und ist eng mit dem Zen-Buddhismus verbunden. Man versteht darunter sowohl die Bezeichnung für die spezielle Tonmasse, wie auch die Bezeichnung für den gesamten Fertigungsprozess und die dadurch entstandenen Keramikarbeiten.
Die Besonderheit an Raku Keramik ist die Ästhetik der schlichten, würdigen Formen, die speziellen Glasuren mit den typischen schwarzen Raku Effekten und ihre Herstellungsweise.
Der Legende nach wurde die Technik von Zen-Mönchen entdeckt, die ihre Schalen für die Teezeremonie selbst herstellten und sie dabei eines Tages mutwillig ins Feuer warfen, um zu sehen was mit ihnen passiert.
Entgegen dem herkömmlich Verfahren Keramik zu brennen, wird Raku heißglühend aus dem Ofen geholt und in einer Tonne mit Laub, Sägespänen, Heu oder Stroh luftdicht eingebettet und abgeräuchert. Dabei wird die Keramik an den Stellen, die vorher nicht mit Glasur versehen wurden geschwärzt. Durch den Temperaturschock entstehen zudem die für Raku typischen Risse (Craquelé).
Traditionell wurden mit Raku Keramik nur Gefässe für die japanische Teezeremonie hergestellt.
In der Werkstatt und der angeschlossenen Galerie des Töpferhofes kann man die japanische Raku-Keramiken erstehen und zudem auch in Kursen erlernen.