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Heinrich-Schliemann-Museum

Ein Entdecker schon in jungen Jahren
Ein Junge aus einer mecklenburger Pfarrersfamilie war in seinen Kindheitstagen von den griechischen Sagen derart fasziniert, daß er bereits im Alter von Acht Jahren den Entschluss gefasst haben soll, später einmal das antike Troja (Ilion) auszugraben. Denn zwei fast 3000 Jahre alte weltberühmte Versbücher des griechischen Dichters Homer hatten es ihm besonders angetan, die "Irrfahrten des Odysseus" (Odyssee,8. Jh. v. Chr.) und der "Trojanische Krieg" (Ilias, 7. Jh. v. Chr. ).

Anhand der Beschreibungen Homers entdeckte er denn auch 1868 das antike Troja in der Nähe des türkischen Dorfes Hissarlik. Er glaubte bis zu seinem Tode am 26. Dezember 1890 in Neapel fest an die historische Wirklichkeit der Ilias Homers.

Museum Ankershagen
Heinrich Schliemann, der Entdecker Trojas, wurde am 6. Januar 1822 im mecklenburgischen Neubuckow als Sohn des Pfarrers Ernst Schliemann geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte der weltberühmte Feldarchäologe nach der Versetzung seines Vaters in einem Pfarrhaus in dem kleinen Dorf Ankershagen(Müritzkreis).

Das heutige Heinrich-Schliemann-Museum wurde in eben diesem Elternhaus eingerichtet und ist noch immer das einzige Schliemann Museum weltweit. Das sechs Meter hohe Trojanische Pferd vor dem ehemaligen Pfarrhaus erinnert an seinen größten Erfolg.

Neben der Dauerausstellung mit Originalfundstücke aus Troja, Nachbildungen aus dem `Schatz des Priamos´ und von Goldfunden aus Mykene werden regelmäßig Sonderausstellungen wie ` Götter, Gräber und Gelehrte´ gezeigt.

Öffnungszeiten
April bis Oktober
Dienstag bis Sonntag 10 - 17 Uhr, Montag geschlossen

November bis März
Dienstag bis Freitag 10 - 16 Uhr & Sonnabend 13 - 16 Uhr, Sonntag und Montag geschlossen

Troja – Abenteuer auf den Spuren Homers
Nach einer Weltreise und dem Studium der Archäologie begab Schliemann sich mit der Ilias des Homer in der Hand auf die Suche nach der sagenhaften Stadt Troja. 1868 entdeckte er die Stadt Troja und den vermeintlichen Schatz des Königs Priamos.

Er wollte sich und der Welt beweisen, dass die homerschen Geschichten auf Wahrheit beruhen. Im Nordwesten der heutigen Türkei - so wie Homer diesen Ort beschrieben hatte - begann Schliemann 1871 mit 150 türkischen Helfern zu graben und fand schließlich nach drei Jahren einen unermesslichen Goldschatz, den so genannten "Schatz des Priamos". Weitere erfolgreiche Grabungen in Griechenland waren für ihn der Beweis: Homer hatte Recht, seine Geschichten waren wahr.

Ein archäologischer Beweis –so die Fachleute-, dass der Trojanische Krieg Homers tatsächlich um diese ausgegrabene Siedlung geführt worden ist, ist jedoch bisher nicht erbracht worden.

Darüber hinaus galt Homers Ilias bisher als Glanzstück antiker Dichtkunst, das mit der historischen Wahrheit aber nur wenig gemein habe und für das es keine Beweise gebe.

Und so verbindet Homer und Schliemann wohl auch zukünftig die ewigliche Frage nach ihren glanzvollen Werken bzw. Funden: Sind sie echt oder nicht ?

Für die meisten Bilder bedanken wir uns bei:




Heinrich-Schliemann-Museum
Lindenallee 5
17219 Ankershagen

Telefon: 03 99 21 - 35 010

Internetseite




Altes Pfarrhaus Ankershagen, heute Schliemann Museum


Alte Landkarte von Troja



Das Trojanische Pferd


::SE.DE::
Das Portal `Schliemanns Erben´ bietet als archäologisches und genealogisches InfoPortal ausführliche Informationen über den Entdecker Trojas.

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Bild oben: Oh du dickes Ei ... © Redmann Gerhard / Pixelio
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